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1908 Am 8. Mai 1908 wird die Freiwillige Feuerwehr Schildow mit vorerst 14 aktiven Kameraden gegründet. Erste Hauptmänner sind Otto und Albert Nieder. Der Antrag auf Mitgliedschaft im „Brandenburgischen Provinzial-Feuerwehr-Vorstand“ wird am 14.Juni 1908 gestellt. Bereits am 12. Mai 1908 wird die erste Übung zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Lübars durchgeführt. 1910 Am 5. August 1910 rückt die Feuerwehr Schildow zu Ihrem ersten Feuer aus. Bei Gustav Schumann brennt eine Scheune. Für Lohnausfall werden 50 Pfennige pro Kamerad genehmigt. Gemeindevorsteher Müller erteilt den Auftrag zur Beschaffung von 60 Metern „bestem Schlauch". Alle Kameraden treten der „Brandenburgischen Unfallversicherung“ bei. 1911 Im Juni wird der erste Schlauchwagen mit 300 m Schlauch von der Firma Koebe in Luckenwalde gekauft. 1913 Kamerad Felix Wille wird Obermeister, jedoch übernimmt Kamerad Fritz Wulf wenige Monate später seinen Platz. Da die Kameraden alle eine 6-Tage-Arbeitswoche haben, werden die Übungen zunächst sonntags durchgeführt. Die Wehr ist jetzt bereits voll besetzt, so dass für neue Mitglieder, wie z.B. Kamerad Albert Lüpnitz, eine Warteliste eingeführt wird. Die Ausbildung der Feuerwehren allgemein wird immer organisierter, es werden regionale Feuerwehrverbände gegründet. Die ersten Sanitäter werden in der Feuerwehr ausgebildet. 1914-1919 Auch Kameraden der Schildower Feuerwehr müssen Kriegsdienst leisten. Eine Eintragung im Protokollbuch vom 10. Januar 1919 lautet : „Nur Felix Wille aus dem Krieg zurück, gefallen: Karl Lemm, Gustav Rauchstädt." 1925 Eine Radfahrergruppe wird gebildet. Der Feuerwehr steht eine Handdruckspritze zur Verfügung. Die Pferde stellen die Schildower Bauern und Gewerbetreibenden. 1928 Das neue Feuerwehrdepot wird in der Schmalfußstr. eingeweiht. In diesem Jahr wird auch eine „Ewald-Motorspritze“ Modell „Viktoria“ in Dienst gestellt. Die ersten Maschinisten werden ausgebildet. 1933-1945 Viele Kameraden sterben im 2. Weltkrieg. Nur wenig Technik und Ausrüstung bleibt unbeschadet. Die Kameraden fahren mit Fahrrädern zu den Einsätzen - ihre Ausrüstung auf den Gepäckträgern transportierend. In dieser Zeit ist Kamerad Erich Hauser Wehrleiter. 1947 Ein Grossbrand wütet in der Holzfabrik Gottschalk. 1950-1959 Kamerad Erich Hänsch ist Wehrleiter. Ein alter „Magirus“ verrichtet lange Zeit seinen Dienst. Brand der Baracke der „Kasernierten Volkspolizei“. 1960-1969 Eine Serie von Brandstiftungen in Scheunen halten die Feuerwehr Anfang des Jahrzehnts in Atem. Mehrere Scheunen brennen ab - einige können gelöscht werden. 1968 wird ein neu aufgebauter „Garant K30“ wird in Dienst gestellt. 1970-1977 Kamerad Karl-Heinz Hentschke ist Wehrleiter und wird später von Kamerad Günter Peschke abgelöst. 1978 Kamerad Reinhard Knaak übernimmt die Wehrleitung und wird die Feuerwehr Schildow nachhaltig prägen und verändern. 1980 Ein modernes Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 16 S4000-1 wird in Dienst gestellt. 1985 Ein Tanklöschfahrzeug vom selben Typ S4000-1 kann von der Betriebsfeuerwehr Bergman-Borsig erworben werden und macht die Wehr schon Mitte der achtziger Jahre technisch stark. 1987 Brand eines Einfamilienhauses in Fertigteilbauweise in der Richard-Wagner-Strasse. Der Brand konnte in der oberen Etage unter Kontrolle gebracht werden. 1990 Direkt nach der Wende verzeichnet die Feuerwehr Schildow einen starken Mitgliederschwund. Nur ein "harter Kern" von etwa 10 Kameraden bleibt übrig. Die Art der Einsätze beginnt sich zu verändern. Die Anzahl der Brandeinsätze wird geringer, die der Einsätze zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen dafür umso höher. Aus diversen Auflösungen von Betriebsfeuerwehren erhält die Feuerwehr Schildow ein gebrauchtes W50 Löschgruppenfahrzeug LF16/TS und einen gebrauchten B1000, der zum Einsatzleitwagen umgebaut wird. 1991 Vollbrand des ehemaligen Restaurants „Alter Dorfkrug" in Schönfliess. Alle umliegenden Feuerwehren sind im Einsatz, aber das denkmalgeschützte Gebäude muss doch abgerissen werden. Ein gebrauchtes W50 Tanklöschfahrzeug TLF16 des ehemaligen VEB Bergmann Borsig wird in Dienst gestellt. Aus NVA-Beständen wird ein W 50 Kofferaufbau zum Hilfsrüstwagen umgebaut. 1992 Im Sommer stehen 240 Hektar Wald in Summt in Flammen. Nach sieben Tagen Löscharbeiten kommt dann der erlösende Regen. Dieser Grossbrand bei dem Kräfte aus dem Umland, Berlin und auch aus Nordrhein-Westfahlen helfen ist das größte Feuer in der Geschichte der Schildower Feuerwehr. 1993-1994 Im Oktober wird die Jugendfeuerwehr Schildow gegründet. Es kommt immer wieder zu Waldbränden im Umkreis von Schildow. Die Berliner Feuerwehr mustert das Tatra Tanklöschfahrzeug TLF 32 der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz aus. Der Feuerwehrverein Schildow e.V. stellt 10.000,- DM zur Verfügung, um dieses Fahrzeug zu kaufen. Es verfügt über einen 8000 Liter Wassertank. 1995 "Unser Tatra“ wird in Tschechien von Grund auf restauriert. Kamerad Reinhard Knaak wird offiziell Amtsbrandmeister des Amtes Schildow, Kamerad Wieland Bender wird Wehrführer. Im Juni stürzt ein 300-Tonnen-Kran auf einen Rohbau in der Behrensstr. Die Feuerwehr Schildow sichert die Unfallstelle. Mit modernster Kran- und Lufthebertechnik wird der Kran noch in der Nacht wieder aufgerichtet. Es ist einer der interessantesten Einsätze in der Geschichte der Schildower Feuerwehr. Im Juli wird die Feuerwehr wegen einer vermissten Person zum Kiessee gerufen. Nach langer Suche kann die Person leider nur tot geborgen werden. Im September brennt ein Einfamilienhaus im Amselweg nach einer Gasexplosion vollständig nieder. Im Oktober ereignet sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Schildow und Schönfliess, der Fahrer stirbt noch am Unfallort. Im Dezember brennen in Oranienburg in der Bernauer Str. 400 Quadratmeter Dachstuhl, die Schildower Feuerwehr unterstützt die Oranienburger Kameraden mit Atemschutzgeräteträgern. Der Personalbestand ist auf etwa 20 Kameraden angewachsen. 1996 Wieder wird ein gebrauchtes Fahrzeug von der Berliner Feuerwehr gekauft. Diesmal ist es eine MAN Drehleiter DLK 23/12 von 1982. Die Drehleiter wird dringend benötigt, um den gesetzlichen Bestimmungen zum zweiten Rettungsweg bei Gebäuden mittlerer Höhe gerecht zu werden. Grossbrand in der ehemaligen Kosmetikfabrik an der Schönfliesser Str. 1997 Die Feuerwehr Schildow bekommt zum ersten Mal ein neues Fahrzeug. Es ist ein als Einsatzleit- und Mannschaftstransportwagen ausgerüsteter VW Transporter. 1999 In Mühlenbeck brennt eine Abfalldeponie. Auch hier treffen sich alle umliegende Feuerwehren über zwei Tage . Endlich bekommen die Kameraden angemessene Unterkunftsräume. Zu diesem Zweck wird das alte Gemeindehaus umgebaut und saniert. 2000 Kamerad Gunnar Prütz übernimmt die Wehrführung. 2001 Das Fahrgestell der MAN Drehleiter DLK23/12 wird restauriert. 2002 Nachdem unsere neue Fahrzeughalle beim Bau eingestürzt war, können wir sie im Juni beziehen. Das wird natürlich gebührend gefeiert. Jetzt sind die Fahrzeuge wirklich optimal untergebracht und jeder Kamerad hat endlich seinen eigenen Spind für die Einsatzkleidung. Doch dieses Jahr soll auch das einsatzreichste Jahr in der Geschichte der Wehr sein. Im April Reifenlagerbrand Oranienburg. Großalarm für alle Feuerwehren im Landkreis Oberhavel. Eine riesige schwarze Rauchwolke verdunkelt Oranienburg. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen drei Tage gegen die Flammen, natürlich auch die Schildower Kameraden. Im Juli zieht ein schwerer Orkan über uns hinweg und verwüstet die gesamte Gemeinde. Auch die Nachbargemeinden bleiben nicht verschont. Die Kameraden sind drei Wochen lang im Einsatz, um die Sturmschäden zu beseitigen. Doch damit nicht genug, bei Dachreparaturarbeiten entzündet sich der Dachstuhl des Restaurants am Kiessee. Aufgrund der Dachkonstruktion konnte sich das Feuer schnell ausbreiten und ein Vollbrand nicht verhindert werden. Im August kommt dann das große Elbehochwasser, auch Kameraden aus Schildow und Mühlenbeck helfen zusammen mit der Brandschutzeinheit Oberhavel. 2003 Im Oktober schließen sich die Gemeinden Mühlenbeck, Schildow, Schönfliess und Zühlsdorf zu der Gemeinde Mühlenbecker Land zusammen. Nun wird aus der Freiwilligen Feuerwehr Schildow der Löschzug Schildow der Freiwilligen Feuerwehr Mühlenbecker Land. Kamerad Reinhard Knaak wird Gemeindebrandmeister, Kamerad Bernd Schmell und Gunnar Prütz werden seine Stellvertreter. 2005 Der Löschzug Schildow bekommt ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 20/43. Das Fahrzeug wird von der Firma Ziegler auf ein MAN- Fahrgestell gebaut. Es löst das alte W 50 TLF ab. Das Fahrzeug ist mit 4300 Liter Wasser und Geräten für die Technische Hilfeleistung ausgerüstet. Viele Einsätze können nun schneller und sicherer bewältigt werden. 2006 Im September brennt ein Einfamilienhaus in der Schillerstrasse. Obwohl die Kameraden aus Mühlenbeck und Schönfliess helfen, wird das Haus unbewohnbar und muss später abgerissen werden. Hier war das alte Pappdach mit Blechtafeln überdeckt, unter denen sich das Feuer ausbreiten konnte. 2007 Unser altes Löschgruppenfahrzeug LF 16/TS W 50 von 1974 wird endlich erneuert. Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug MAN HLF 20/16 mit spezieller Beladung für die technische Hilfeleistung wird feierlich von Bürgermeister Brietzke übergeben. Es wurde wieder von der Firma Ziegler auf einem MAN-Fahrgestell gebaut. Der Aufbau der MAN Drehleiter DLK23/12 wird beim Hersteller Metz in Karlsruhe restauriert Im Juni kommt es zu einem Einfamilienhausbrand in der Hermsdorfer Str. Mit Hilfe der Mühlenbecker und Glienicker Kameraden kann ein Vollbrand verhindert werden. 2008 Auch im Jubiläumsjahr wird unser Löschzug von großen Einsätzen nicht verschont. Im Januar kommt es auf der Autobahn zu einem schweren Auffahrunfall mit drei LKW und zwei Kleintransportern. Die traurige Bilanz sind zwei Tote und vier Verletzte. Der Löschzug Schildow unterstützt mit den Kameraden aus Birkenwerder und Oranienburg die Mühlenbecker Kameraden. Am selben Tag brennt dann noch ein Einfamilienhaus in Mühlenbeck. Auch hier treffen sich wieder die Kameraden aus Mühlenbeck, Schildow, Schönfliess, Bergfelde und Oranienburg. Im Mai kommt es in Glienicke zu einem Gebäudebrand. Der Gesamte Löschzug unterstützt die Glienicker Kameraden. Der Löschzug Schildow besteht aus 35 aktiven Kameraden, 6 Ehrenmitgliedern und 12 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Am 17. Mai wurde 100-jährige Jubiläum begangen.
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